Unternehmensverteidigung

Aufgrund des in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Schuldprinzips können sich Unternehmen nicht strafbar machen. Dies bewahrt sie jedoch nicht vor teils empfindlichen Ermittlungsmaßnahmen durch die Staatsanwaltschaft. Beispielsweise können durch Beschlagnahme wichtiger Akten und Unterlagen das operative Geschäft zum Stillstand kommen, das gute Renommee des Unternehmens kann aufrund von Durchsuchungen, die durch die Öffentlichkeit wahrgenommen werden, Schaden nehmen und die Mitarbeiter verunsichert werden, die Liquidität kann dem Unternehmen durch Vermögensarrestierung entzogen werden, außerdem können empfindliche Bußgelder gemäß § 30 OWiG verhängt werden.

 

Ist den Verantwortlichen des Unternehmens die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens bekannt geworden, ist eine unverzügliche Kontaktaufnahme mit einem Strafverteidiger notwendig, um die vorstehenden Eingriffe zu vermeiden oder zu minimieren. Sollten Maßnahmen bereits ergriffen worden sein, geht es um Schadensminimierung.

 

Von besonderer Bedeutung ist das Verhalten während einer laufenden Durchsuchung. Da die Ermittlunsbehörden in der Regel unangemeldet erscheinen und den Überraschungseffekt auf ihrer Seite haben, ist die sofortige Kontaktaufnahme zu einem Strafverteidiger absolut notwendig, um das angemessene Verhalten während der Durchsuchung abzustimmen. An dieser Stelle geht es um Schadensbegrenzung. Versäumnisse hier sind in der Regel nicht wieder wett zu machen.