Criminal Compliance

Der Begriff Compliance wird allgemein als Regeltreue verstanden. Dabei geht es um die Vermeidung von Verstößen gegen gesetzliche Verbote und Gebote und damit um Handeln unter Beachtung des geltenden Rechts.

 

Unternehmensbezogene Straf- und Bußgeldverfahren stellen für das betroffene Unternehmen erhebliche Belastungen dar. Beispielsweise können durch Beschlagnahme wichtiger Akten und Unterlagen das operative Geschäft zum Stillstand kommen, das gute Renommee des Unternehmens kann aufrund von Durchsuchungen, die durch die Öffentlichkeit wahrgenommen werden, Schaden nehmen und die Mitarbeiter verunsichert werden, die Liquidität kann dem Unternehmen durch Vermögensarrestierung entzogen werden, außerdem können empfindliche Bußgelder gemäß § 30 OWiG verhängt werden.

 

Criminal Compliance Proramme dienen dazu, die Riskofaktoren des Unternehmens aufzudecken und zu minimieren, im Idealfall ganz zu vermeiden und damit dem Schutz des Unternehmens und seiner Mitarbeiter Rechnung zu tragen. Entscheidend ist dabei, das Criminal Compliance Proramm auf die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens abzustimmen. Vor der Implementierung eines wirkungsvollen Criminal Compliance Programms steht folglich eine Risikoanlyse, um daran anschließend die notwendigen strukturellen und organisatorischen Maßnahmen im Unternehmen umzusetzen.